Nach langer Zeit wollen wir wieder einmal über das Geschehen in unserer Gemeinde berichten.
Im Jahr 2026 war dies zwar bereits die achte GR-Sitzung und damit auch die vorletzte für dieses Jahr, aber das Bürgerforum ist in seinen Kapazitäten derzeit eingeschränkt. Wer uns unterstützen möchte ist jederzeit willkommen.
Die Tagesordnung war nicht sehr umfangreich. Wichtigster Punkt war der Haushaltsbericht für das erste Halbjahr 2026.
Doch zuerst zu der „Fragestunde“, in der jeder Bürger zu Wort kommen kann. Hier bat die Ortsvorsteherin von Kleinwolmsdorf, Frau Heim, um Aufrüstung des Gemeinschaftsraumes auf der Geschwister-Scholl-Str. mit Stühlen, damit bei Feierlichkeiten auch mehr als 25 Bürger teilnehmen können. Herr Eisold will sich darum kümmern.
Das nächste Thema war der Schulpavillon, der bereits seit über einem Jahr wegen eines Wasserschadens nicht mehr zur Verfügung steht. Herr Riemer fragte nach dem Sachstand.
Versicherungstechnisch ist der Schaden bezahlt. Der Küchenbetreiber ist ausgezogen. Es stehen aber noch vier große Kühlzellen im alten Kochbereich. Diese können erst im Zuge einer umfangreichen Sanierung beräumt werden. Es gab mit den Gemeinderäten am 26.10. eine Begehung und es soll gemeinsam mit ihnen eine Planung für die spätere Nutzung erarbeitet werden. Die Räume sollen mindestens für die Gemeinderatssitzungen und zur privaten Vermietung wieder hergerichtet werden. Einen Zeitplan gibt es aber leider noch nicht.
Im Top 6 wurde ein Beschluss aus der nichtöffentlichen VA-Sitzung vom 30. September 2026 verlesen. Hier ging es um Personalangelegenheiten, speziell um die Höhergruppierung der Sachgebietsleiterin Bauamt. Von der GRin Frau Vorwerk kam die Anfrage, warum es im Jahr 2026 keine weiteren VA-Beschlüsse gibt. Hier merkte Herr Eisold an, dass die meisten Eingruppierungen innerhalb der beschlussfreien Grenze zur Entgeltstufe 6 liegen und damit allein vom Bürgermeister entschieden werden. Ebenso gibt es seit einiger Zeit die Fördervereine der Feuerwehren, sodass die meisten Spenden auch nicht mehr über die Verwaltung laufen.
Im Top 7 gab es den Bericht zum Finanzhaushalt des ersten Halbjahres. Leider konnte der Haushaltsplan erst Ende Juni beschlossen werden. Damit konnten bis dahin keine neuen Investitionen getätigt werden. Nur die Maßnahme des Durchlasses auf der Niederstraße fiel in diese Zeit.
Zum 30.06.2026 lagen die Einnahmen und Ausgaben durchschnittlich bei 50% des Jahresbudgets. Ein großer Posten mit ca. 2,16 Mio € sind die Personalausgaben. Dies entspricht ca. 20% unseres Budgets. Auch die Transferleistungen, welche die Kreisumlage und die Kita-Zuschüsse als Hauptposten beinhalten, machen mit ca. 5,5 Mio € fast die Hälfte unseres Haushaltes aus.
Im Jahr 2026 wurde ein Kredit für Abwasserinvestitionen von 1 Mio € getilgt da die Zinsbindung ausgelaufen ist. Somit ist die zukünftige Zinsbelastung um monatlich ca. 1000 € niedriger und die Pro-Kopfverschuldung liegt jetzt bei ca. 320.€. Leider ist jedoch auch die Einwohnerzahl wieder rückläufig, wir gehören nicht mehr zu den Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern.
Ein weiterer Kredit über 500 T€ soll im Jahr 2028 getilgt werden.
Die folgenden Beschlüsse waren wenig spektakulär und wurden einstimmig angenommen.
Der Gemeindewahlausschuss für die BM-Wahl am 05.09.2027 wurde festgelegt. Den Vorsitz übernimmt die Verwaltung mit Frau Sissy Meyer und der neuen Mitarbeiterin Nelly Mücklisch. Die Beisitzer wurden von den Fraktionen des Gemeinderates empfohlen.
Da in Wallroda der geplante Anbau am Feuerwehrgerätehaus nicht stattfinden kann wurde der Erbbaurechtsvertrag mit dem Förderverein wieder aufgehoben.
Zuletzt wurden noch die Sitzungstermine für das Jahr 2027 für den Gemeinderat beschlossen. Diese wurden von der Verwaltung erarbeitet mit der Maßgabe, dass jeweils zwei Wochen vorher eine TA- und eine VA-Sitzung stattfinden. Es wird wie in den letzten Jahren wieder neun Termine geben, es können aber bei Bedarf auch Sondersitzungen einberufen werden.
Der Bürgermeister informierte noch über Projekte, die derzeit in der Gemeinde laufen. Z.B. ist das lange erwartete Ratsinfosystem gestartet. Die Gemeinderäte erhalten zukünftig alle Unterlagen über diese Software. Frau Junold wird alle notwendigen Infos senden und steht mit Rat und Tat zur Verfügung. Inwieweit das System auch von den Bürgern genutzt werden kann wurde nicht erwähnt.
Jedenfalls wird dadurch wieder eine Papiereinsparung erreicht, aber alle Räte, auch die Ortschaftsräte, können nur noch hierüber Informationen bekommen.
Der Neujahrsempfang, auf dem auch wieder die Ehrenamtspreise vergeben werden, soll am 14.01.2027 im Bürgerhaus Fischbach stattfinden. Leider sind dort noch immer kein behindertengerechter Zugang und keine seniorenfreundliche Toilette vorhanden. Eine Rampe zum EG und ein Treppenlift sind aber in Planung. Weiteres können Sie auch aus dem Quartalsbericht des Bürgermeisters entnehmen.
Euer Bürgerforum
Text: Carola Pohle

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